Partei für Lebensqualität

Die Idee (Kurzfassung)

Gegenwärtig werden politische Entscheidungen oft mit Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Arbeitsplätzen begründet und fallen oft zu Gunsten ökonomischer Interessen aus. Politik sollte sich aber am Erhalt und der Verbesserung der Lebensqualität aller Menschen (jetzt und zukünftig sowie lokal und global) orientieren. Die Initiative zur Gründung einer "Partei für Lebensqualität" ist der Versuch, sich konstruktiv und anschlussfähig mit den großen Herausforderungen (z. B. soziale Spaltung, Klimawandel, Gewalt, Ressourcenknappheit, globale Ungleichheit, Digitalisierung) auseinanderzusetzen und dabei den politischen Diskurs möglichst positiv zu beeinflussen.

Die Idee (Langfassung)

Viele Menschen betrachten den gegenwärtigen Politikbetrieb mit großer Skepsis und Unzufriedenheit. Diese Kritik speist sich aus sehr unterschiedlichen Perspektiven mit jeweils anderen Schwerpunkten, aber ein wiederkehrendes Motiv ist, dass die "normale Bevölkerung" nicht ernst genommen wird, dass die Entscheidungen oft zu Gunsten der Oberen, "der Elite" aus Wirtschaft, Politik und Medien getroffen werden. Berichte und Enthüllungen über Korruption, fragwürdige Nebentätigkeiten, Industrieskandale und Lobbyeinfluss auf Gesetze lassen eine teils unverschämte Doppelmoral erkennen. Zudem wird immer mehr deutlich, dass die hauptsächlich an Kapitalinteressen ausgerichtete Politik national und international zu schweren Krisen führt und langfristig die wirtschaftlichen, politischen, sozialen und ökologischen Grundlagen unserer Zivilisation gefährdet. Die etablierten politischen Parteien widmen sich diesen Problemen nicht oder nicht glaubwürdig. Für viele Menschen sind sie fast unwählbar geworden.

Auf der anderen Seite stehen uns – den Bürger*innen – heute Möglichkeiten offen, von denen frühere Generationen nur träumen konnten: weitgehende Absicherung der Existenz, Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Koalitionsfreiheit, Reisefreiheit, Wahlrecht und die moderne Informationstechnologie. Wenn es also früheren Generationen unter deutlich widrigeren Bedingungen gelungen ist, erfolgreich gegen die Missstände ihrer Zeit anzugehen und zivilisatorische Fortschritte zu erringen, dann muss es doch heute erst recht möglich sein.

Stellen sich nur die Fragen 1. Wie und 2. Wohin.

1. Wie: Gruppen, Initiativen, Vereine, Stiftungen, kurz Organisationen der Zivilgesellschaft, die sich dem Thema Weltverbesserung widmen, gibt es unzählige. Und viele davon leisten sehr gute und wichtige Arbeit. Aber sie erreichen oft nur die Menschen, die sich ohnehin interessieren; an den großen Rädern drehen andere. Und wenn dann eine Wahl naht, erhalten doch zum Großteil jene Parteien und Politiker*innen ein Mandat, welche die unzufriedenstellenden Zustände mit zu verantworten haben. Diejenigen, deren Unzufriedenheit groß genug ist, führen vielleicht eine Protestwahl durch um "denen da oben" einen Denkzettel zu verpassen – ihr gutes Recht in einer Demokratie. Allerdings fehlt derzeit eine wählbare Alternative.

2. Wohin: Um konstruktiv zu sein, braucht man ein Leitmotiv. Die bisher vertretenen Leitmotive (christliche Werte, Sozialdemokratie, Liberalismus, Umweltschutz, Sozialismus) haben sich im politischen Alltag abgenutzt und waren teils von Beginn an schon abstrakt und beliebig. Als Ersatz tauchten in jüngerer Zeit neue Begriffe auf, an denen sich Politik orientiert: Gerechtigkeit, Freiheit, vor allem aber Wachstum und Arbeitsplätze. Mit diesen lässt sich vortrefflich Klientelpolitik für die ökonomische Oberschicht begründen, auf Kosten eines großen Teils der Bevölkerung. Das heißt nicht, dass z. B. "Arbeitsplätze" ein per se schlechtes Politikziel sind, sondern dass sie kein unangreifbares Universalargument darstellen sollten. Arbeitsplätze sind kein Selbstzweck.

Statt der verbrauchten und missbrauchsanfälligen Begriffe schlagen wir deshalb "Lebensqualität" als Leitmotiv vor. Konsensfähig und ohne ideologischen Ballast. Natürlich kann und muss man sich darüber auseinandersetzen, was man darunter im Detail versteht, wie man sie erhält oder erhöht, aber bei aller Unschärfe ist der Begriff als solcher besser geeignet die Politik zu leiten als "Wachstum", "Arbeitsplätze", "Freiheit", "[soziale] Gerechtigkeit" oder religiöse Bezüge.

Deswegen: Gründen wir die Partei für Lebensqualität (PLQ)!

Ohne den fälligen Diskurs vorwegnehmen zu wollen haben wir (die PLQ-Gründungsinitiative) unsere Vorstellungen bezüglich Wertegerüst und Politikansatz folgendermaßen zusammengefasst:


Ja, aber ...

Natürlich gibt es Gegenargumente. Aber die, die uns bisher eingefallen oder entgegengebracht worden sind, lassen sich entkräften.


Was nun?


Info-Mailingliste

Zielgruppe der Mailingliste sind Menschen, die die Idee erstmal interessant finden und schauen möchten, was daraus wird. Mit der knappen Ressource Aufmerksamkeit gehen wir sparsam um: Das Mailaufkommen beträgt im Durchschnitt weniger als eine Mail im Monat. Eine Austragung ist jederzeit möglich. Und natürlich haben wir strenge (und kurze) Datenschutzbestimmungen.

E-Mail-Adresse:

Ort/Region (optional):

Eintragen Austragen


Soziale Netzwerke

Wir sind auch auf sozialen Netzwerken aktiv, wobei eine Vorbemerkung aus unserer Sicht unumgänglich ist, insbesondere bezüglich Facebook:

Facebook ist in den vergangenen Jahren durch zahlreiche zweifelhafte Geschäftspraktiken in die Kritik geraten. Digitale Sweatshops auf den Philippinen [1], massive Steuervermeidung in Europa [2], mangelhafter Datenschutz für die Nutzer*innen [3] und Funktionen, die auch das Sammeln von Informationen über Nichtmitglieder ermöglichen [4], sind nur einige von vielen Beispielen. Auch wir haben lange überlegt, ob wir die Dienste dieses Unternehmens in Anspruch nehmen wollen. Wie im sonstigen Leben geht es auch in der Politik darum, Kompromisse zu finden. Niemand kann seinen eigenen Prinzipien zu 100% treu bleiben. Bevor wir allerdings vor lauter schlechtem Gewissen gar nichts tun und in der Bedeutungslosigkeit versinken, wollen wir es zumindest einmal versuchen - mit Facebook, mit Zähneknirschen, aber auch mit Vorfreude auf die vielen Menschen und Initiativen, mit denen wir uns über diesen Kanal vernetzen können. Und falls wir irgendwann einmal an den Schalthebeln der Macht sitzen, werden wir uns selbstverständlich dafür einsetzen, dass man Dienstleistungen wie Facebook auch ohne schlechtes Gewissen nutzen kann...

Eine Alternative zu Facebook und Twitter ist das freie dezentrale soziale Netzwerk Diaspora*.


Unterstützen

Die "PLQ-Gründungsinitiative" lebt bisher vom Engagement einiger weniger junger Menschen. Das betrifft sowohl die inhaltliche und organisatorische Arbeit als auch den finanziellen Aufwand. Mit diesem Modell sind wir ein Stück gekommen, aber um der Idee wirklich Schwung zu verleihen, brauchen wir mehr Köpfe, mehr Hände und auch mehr Portmonees. Ohne Budget kann man weder Öffentlichkeitsarbeit machen, noch Veranstaltungen durchführen oder Strukturen aufbauen.

Wenn Du also keine Zeit oder Möglichkeit hast, aktiv mitzumachen, unseren Ansatz aber trotzdem unterstützen möchtest, würden wir uns über eine Förderung von z. B. 5,- Euro monatlich oder eine einmalige Spende freuen. Einerseits gibt uns das Handlungsoptionen, andererseits ist es ein Signal für uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Hinweis: Noch sind wir weder eine anerkannte Partei noch ein Verein. D.h. wir können auch keine Spendenquittung ausstellen.

Name (optional):

E-Mail-Adresse:

Betrag:

Einmalig Monatlich (Widerruf jederzeit möglich)

Das ausgefüllte Formular fassen wir als Absichtserklärung und Planungsgrundlage auf und verschicken dann zweimal im Jahr eine Zahlungserinnerung. Ein Rücktritt kann formlos per E-Mail erfolgen. Es gelten unsere Datenschutzbestimmungen.


Mitmachen

Das Projekt "PLQ-Gründungsinitiative" steht noch ziemlich am Beginn. Es finden wöchentlich Telekonferenzen statt und es gibt regelmäßige überregionale Treffen. Dazu verfügen wir über grundlegende digitale Infrastruktur und arbeiten am Aufbau von Regionalgruppen (siehe unten).

Das ist ein Anfang, aber um spürbar positiven Einfluss auszuüben, brauchen wir mehr Leute, Ressourcen und Struktur. Deswegen: Falls Du mit unserer Idee im Wesentlichen übereinstimmst, dann schreibe uns und verbreite diesen Aufruf in Deinem Bekanntenkreis. Wir freuen uns über Interesse, Anregungen, Unter­stützung und auch konstruktive Kritik. Am meisten freuen wir uns natürlich über Menschen, die bei uns mitmachen wollen...

Email-Adresse: kontakt at domain-der-webseite.de

Falls Du unverbindlich auf dem Laufenden gehalten werden möchtest, kannst Du uns in sozialen Netzwerken folgen oder den Newsletter (voraussichtlich weniger als eine Mail im Monat) abonnieren.


Termine

Treffen der Marburger Ortsgruppe: 9. Dezember, 13 Uhr im Café am Grün, Marburg. Interessierte können gern spontan vorbeikommen.

Bundesweiter Parteitag: 14.-16. Dezember, Marburg-Bortshausen. Anmeldung erwünscht unter marburg{ät}plq.de


Ortsgruppen

Derzeit sind in mehreren Regionen Ortsgruppen in der Gründungsphase. Bei Interesse schreib einfach eine kurze Mail an die jeweils verantwortlichen Personen.

Wenn Du in Deiner Region gerne eine Gruppe gründen möchtest, sag einfach per E-Mail Bescheid.


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